Titel:

Ave Caesar

Autor: Wolfgang Riedesser
Grafik: Eckhard Freytag + Ingrid Berner (Pro Ludo Ausgabe)

Verlag:

ravensburger.jpg (6446 Byte)

Art.Nr.: 01575 7 (Ravensburger)
Erscheinungsjahr: 1989 (Ravensburger) / 2006 (Pro Ludo)
Altersvorgabe: ab 12 Jahre
Spielerzahl: 3 bis 6
Spieldauer: ca. 30 Minuten und mehr
Auszeichnungen: keine bekannt

Ravensburger-Ausgabe:

DIE SENSATION IM ALTEN ROM - TOLLKÜHNE WAGENRENNEN UM RUHM UND LORBEER

Gesucht wird Roms bester Wagenlenker! Bis zu sechs Gespannführer treffen sich zum packenden Wagenrennen in der Arena des "Circus Maximus" um Roms besten Wagenlenker zu ermitteln. Atemberaubend, in welchem Tempo die Pferdegespanne um die engen Kurven in der riesigen Arena donnern.

Und während auf den Rängen die Römer zu Tausenden ihren Idolen zujubeln, liefern sich die Wagenlenker ein erbittertes Rennen um Ehre, Ruhm und den Turniersieg. Wer sein Gespann durch geschickten Einsatz der Rennkarten dabei nach drei Runden als erster über die Ziellinie führen kann, hat gewonnen und bekommt die meisten Lorbeeren (=Punkte).


Pro Ludo-Ausgabe:

HISTORISCHER RÜCKBLICK AUF DAS ALTE ROM UND DEN CIRCUS MAXIMUS

Unter dem Motto „Brot und Spiele" hielten die römischen Kaiser die Bevölkerung bei Laune. An über 200 Festtagen im Jahr drängten sich die Römer zu Tausenden auf den Rängen in die Arenen, um Spiele zu verfolgen.

Die größte Arena des Römischen Reiches zwischen den Hügeln Palatin und Aventin war der berühmte Circus Maximus. Hier vergnügten sich schon um 500 v. Chr. die Zuschauer bei Wagenrennen und Gladiatorenkämpfen. Anfänglich soll er 60 000 Besucher gefasst, später nach einem der zahlreichen Ausbauten 185 000, im 4. Jahrhundert sogar 385 000 Besuchern Platz geboten haben. Der Circus Maximus hatte eine Länge von 600 m und eine Breite von 150 m. An der Westseite lagen die Boxen für die Gespanne, die careres, die zu Beginn aus Holz, später aus Tuffstein oder Marmor bestanden. Die Bodengänge des Untergeschosses dienten als Eingang. Hier wurden Speisen, Getränke, Backwaren und Obst verkauft. Gleichzeitig war es auch der Ort an dem Wahrsager und Astrologen ihre Dienste anboten. Die Sitzreihen der Zuschauer bestanden aus Holz, was mit erheblicher Einsturzgefahr verbunden war. Für die Senatoren wurden zu diesem Zweck später Sitzplätze aus Stein errichtet.

Die Wagenrennen waren immer auch ein gesellschaftliches Großereignis. Ovid erzählt:

"Wenn im Circus Renntag ist, sei jedesmal zur Stelle! Denn weil der Raum viele Menschen fasst, ergibt sich hier manches Nette. Geheime Fingerzeichen brauchst du nicht zu verschicken, die Antwort fällt hier klarer aus, und ist kein bloßes Nicken. Setz dreist dich zu einer Dame -daran hindert dich niemand-, so dass ihre Seite möglichst eng neben deiner ist. Wenn sie abrückt, rück ihr nach! Die Bank hat schließlich ein Ende. Dort fällt sie dir spätestens in die Hände. Zum Zwiegespräch such dann irgendeinen Anlass ohne Zögern. Erzähle, wovon jeder heute spricht, das bringt euch ins Plaudern. Du kannst sie höflich bitten, dir einen Wetttipp zu geben. Dann setze, egal wer es ist, auf ihren Favoriten. Hinterher, wenn sich die Sieger im Festzug einreihen, dann Jubel der Frau Venus zu und zeig dich ihr ergeben..."

Die eigentliche Arena, der Circus (lat. Kreis) war ein ovaler, ebener, sandiger Platz. Der Sand diente dazu den Aufschlag der hufeisenlosen Pferde zu mildern./p> In der Mitte der Arena zog sich eine lange, schmale Brustwehr hin, die den Kampfplatz in zwei Bahnen teilte. Auf dieser spina waren Statuen und große hölzerne Figuren (Fische) zum Anzeigen der Runden aufgestellt. An jedem ihrer Enden standen drei Kegel aus vergoldeter Bronze (metae) zur deutlichen Markierung. Das Ende der Brustwehr war durch Zielsteine gekennzeichnet, die die Fahrer, ohne sie zu berühren, umfahren mussten. Auf einer Bahn von 1200 m Länge, die 7 mal durchfahren werden musste, lieferten sich die Gespanne ein erbittertes Rennen. Pro Renntag fanden manchmal bis zu 100 solcher Rennen statt. Die von vier Pferden ge­zogenen Wagen (Quadriga) setzten sich dabei mit mörderischem Tempo in Bewegung, sobald der Rennleiter als Startsignal ein weißes Tuch warf. Gelenkt wurden die Gespanne, auf die eifrige Wettende zum Teil ein Vermögen setzten, von behelmten Wagenlenkern, die ihre Kleidung (Tunika) stets in den Farben ihres Rennstalls trugen. Die siegreichen Wagenlenker waren äußerst populär und wurden vom Publikum vergöttert. Die Besten unter ihnen verdienten in kürzester Zeit Millionen von Sesterzen, konnten ihren Reichtum aber häufig nicht genießen. Schreckliche Unfälle waren an der Tagesordnung. Um den Nervenkitzel zu erhöhen und die Spannung der Zuschauer zu steigern, wurden manchmal auch Rennwagen eingesetzt, die mit langen Messern an der Radnabe bestückt waren, die dazu dienten die Räder der Mitstreiter zu zerstören.

Wenngleich auch Wagenrennen in dieser Form heute nicht mehr an der Tagesordnung sind, so hat „Ave Caesar" doch nichts an Spannung verloren. Weitaus ungefährlicher, aber mindestens genauso aufregend und nervenaufreibend bietet dieses schnelle und aktionsreiche Spiel immer neue Herausforderungen an jeden einzelnen Wagenlenker.

Ave Caesar, das Kultspiel von Wolfgang Riedesser, mit großartigen Illustrationen von Eckhard Freytag, ist ein sensationelles Spiel um tollkühne Wagenrennen im Alten Rom.

Bis zu sechs Gespannführer treffen sich zum packenden Wagenrennen in der Arena des Circus Maximus, um Roms besten Wagenlenker zu ermitteln. Wer sein Gespann durch geschickten Einsatz der Rennkarten nach drei Runden als Erster über die Ziellinie fuhren kann, hat gewonnen und bekommt die meisten Lorbeeren. Wer nach mehreren Rennen die meisten Lorbeeren gesammelt hat ist Turniersieger. Zahlreiche Tipps und Tricks, sowie ein historischer Überblick informieren über Schwierigkeiten, Taktiken und den eigentlichen Hintergrund der Wagenrennen der Antike. Als Bonus soll eine zusätzliche Wagenrennstrecke die Wagenlenker mit noch mehr Spannung versorgen.

Eine großartige graphische Gestaltung sowie unterschiedlich farbige Miniaturwagengespanne erzeugen die einzigartige Atmosphäre der Wagenrennen im Alten Rom. Lassen Sie sich zu einem Ereignis verführen, bei dem jedes Spiel eine neue Herausforderung an jeden einzelnen Wagenlenker sein wird.