Titel:

Das Augsburg-Spiel

Autor: Anton Abele / Wolf-Dietrich Lang
Grafik: Hannelore Reisch

Herausgeber:

Bau und Förderverein der Freien Waldorfschule Augsburg

Art.Nr.: -
Erscheinungsjahr: 1984
Altersvorgabe: ab 10 Jahre
Spielerzahl: 2 bis 6
Spieldauer: -
Auszeichnungen: keine bekannt

EINE WANDERUNG DURCH 2000 JAHRE STADTGESCHICHTE

Ein römischer Kaiser gibt 15 Jahre vor der Zeitenwende der neuen Siedlung an Wertach und Lech seinen Namen, Augusta Vindelicum - jener Kaiser, von dem in der Weihnachtsgeschichte der Hirten im Lukas Evangelium berichtet wird: „Es begab sich aber zu der Zeit, dass ein Gebot vom Kaiser Augustus ausging, dass alle Welt geschätzet würde."

Seitdem sind 2000 Jahre vergangen, eine biblische Zeitspanne für eine Stadt. In diesem Spiel sind es der Stadtherr, der Kirchenmann, der Handwerker, der Kaufmann, der Künstler und der Soldat, die stellver­tretend auf dem Spielfeld die Geschichte der 2000-jährigen Stadt „erfahren" und erleben. Das ist auch der Spielgedanke, das Bewusstsein für die Geschichte und die Menschen, die vor uns lebten, und deren Erbe wir verwalten, zu wecken; im Goetheschen Sinne: „Was du ererbt von deinen Vätern hast, erwirb es um es zu besitzen."

Das „Augsburg-Spiel" ist ein Beitrag von Freunden der Freien Waldorfschule Augsburg zur 2000 Jahr-Feier dieser Stadt. Zugleich ist es eine Geste des Dankes an den Patenonkel, den „Stadtherren" Hans Breuer und an seine Räte. Ihrer Mithilfe verdanken wir das schöne Gelände in der Hammerschmiede, auf dem im Jahre 1981 für Kinder aus Augsburg, Schwaben und dem angrenzenden Oberbayern die vierte Freie Waldorfschule in Bayern nach München, Nürnberg und Würzburg eröffnet werden konnte.

Die Spieler erleben anhand von Geschichtskarten in den Rollen: Stadtherr, Kirchenmann, Handwerker, Kaufmann, Künstler und Soldat die 2000-jährige Geschichte der Stadt Augsburg. Die Geschichtskarten geben in Text und Bild Auskunft über Persönlichkeiten, Ereignisse und Gebäude oder Gegenstände.

Auf zweierlei Art können die Spieler so die Geschichte der Stadt erleben und Augsburg kennenlernen. Einmal gehen sie „mit der Zeit", d.h. die zeitliche Reihenfolge: der Zeitenablauf bestimmt ihren Weg durch die Stadt. Das andere Mal durchstreifen sie die 2000 Jahre „kreuz und quer".