Titel:

Mexica

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Autor: Wolfgang Kramer / Michael Kiesling
Grafik: Franz Vohwinkel

Verlag:

Ravensburger

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Art.Nr.: 26 256 4
Erscheinungsjahr: 2002
Altersvorgabe: ab 10 Jahre
Spielerzahl: 2 bis 4
Spieldauer: ca. 60 - 75 Minuten
Auszeichnungen: "Deutscher Spiele Preis" 2002 Platz 5

Auf ihrer Wanderschaft durch Mexiko suchten die Azteken, oder Mexica, wie sie sich später nannten, das von ihrem Gott Huitzilopochtli prophezeite Zeichen: Wo ein Adler auf einem Kaktus sitzt und eine Schlange frisst, dort sollten sie sich niederlassen.

Viele Jahre später erreichten die Mexica 1325 endlich ihr Ziel und gründeten auf einer Insel im Texcoco See ihre neue Heimat. Der Ausbau der Stadt Tenochtitlán dauerte knapp 200 Jahre. Erreichbar war die Insel über Dämme. Die zu Bezirken zusammengefassten Gebäudegruppen, die Calpulli, waren die Grundzellen der aztekischen Gesellschaft.

Im Jahr 1521 zerstörte Hernán Cortés Tenochtitlán. Als die Stadt fiel, lebten auf einer Fläche von ungefähr 15 km² mehr als 200.000 Menschen. Später entstand an der gleichen Stelle Mexico City. Nur noch wenig ist von der einstigen Hauptstadt der Mexica erhalten geblieben.Lasst das Reich der Mexica wieder auferstehen.

Im Ravensburger Spiel Mexica drehen die Spieler das Rad der Ge­schichte zurück und bilden in der Rolle von Baumeistern die Capulli, die Zentren des aztekischen Lebens. Mit einem raffi­nierten Kanalsystem verbinden sie die gegründeten Bezirke und lassen auf dem Spielplan die grandiosen Pyramidenbauten der Azteken wieder auferstehen. Mexica komplettiert zusam­men mit Tikal und Java die Spieletrilogie des Autorenduos Wolf­gang Kramer und Michael Kiesling.

Die Inselfläche ist knapp und so beginnt ein spannender Wettbe­werb, bei dem die Spieler zwar miteinander konkurrieren aber auch aufeinander angewiesen sind. Vom Startfeld aus beginnen die Baumeister, das Gelände durch Kanäle zu erschließen und die neu entstandenen Bezirke zu bebauen. Zug um Zug entsteht auf dem Spielplan eine bunte Landschaft aus Kanälen, Brücken und azteki­schen Pyramiden. Das Besiedeln der Insel erstreckt sich über zwei Runden, die beide mit einer Wertung enden. Beide Male punkten die Spieler, die in den einzelnen Bezirken jeweils die bedeutends­ten Gebäude errichtet haben. Zusätzliche Punkte bekommt derjeni­ge, der im Spielverlauf einen Bezirk gründet oder bei einer Grün­dung vor Ort ist. Vor Ort sein müssen die Spieler auch, wenn sie einen Bezirk gründen oder bebauen wollen. Deshalb ist es für sie entscheidend, schnell vorwärts zu kommen. Jede Bewegung und jeder Bau kostet aber Aktionspunkte, die knapp bemessen sind. So versuchen die Spieler, die einzigen tauglichen Verkehrswege auf Tenochtitián, die Kanäle, geschickt miteinander zu verbinden. Das Spiel gestaltet sich strategisch umso anspruchsvoller und überraschender, je besser das Wegenetz ausgebaut ist, da sich über die Kanäle und den See große Wegstrecken günstig und schnell zu­rücklegen lassen. Gleichzeitig wird es immer schwieriger, die Kon­kurrenz im Blick und in Schach zu halten. Ständig drängt sie mit eigenen Bauten in die bereits gegründeten Bezirke. Im Kampf um die knappe Fläche blockieren die Spieler sich schon einmal gegen­seitig und verwehren den Gegnern den Zugang zu wichtigen Bezir­ken. Übersicht und Timing spielen beim Bauen eine große Rolle!

Nachdem die Bezirke gegründet sind und ein Spieler alle Bauwerke errichtet hat, entscheidet die zweite Wertungsrunde darüber, wer als größter Baumeister Tenochtitláns in die Geschichte eingehen wird.