Titel:

Tal der Abenteuer

Autor: Reiner Knizia
Grafik: -

Verlag:

Parker

Art.Nr.: 0306 04219 100/326
Erscheinungsjahr: 2006
Altersvorgabe: ab 8 Jahre
Spielerzahl: 2 bis 4
Spieldauer: ca. 30 - 45 Minuten
Auszeichnungen: "Spiel der Spiele" 2006 (Österreich)

DIE SCHATZSUCHE IM HIMALAJA

Irgendwo in den Bergen des Himalajas soll ein geheimnisvolles Tal liegen, in dem kostbare Schätze darauf warten, entdeckt zu werden. Für die Spieler heißt es, sich auf den beschwerlichen Weg zum tibetanischen Tempel zu machen, der Hinweise auf dieses Tal der Abenteuer birgt. Diese gilt es zu enträtseln, um dann das verlorene Tal zu finden. Zuvor müssen die Glücksjäger aber noch strategisch klug mit den verschiedenen Figuren ziehen, damit es am Ende heißt: „Wer hebt den legendären Schatz und wird zum reichsten Spieler?“ Bei diesem Spiel kommen Abenteuerlustige voll auf ihre Kosten.

Die Spieler sammeln auf der Reise durch Tibet und den Himalaja Münzen und Edelsteine, wer die meisten hat, gewinnt. Der Plan hat zwei Seiten, man beginnt im tibetanischen Tempel. Wer dran ist, spielt eine seiner Karten aus und zieht den passenden Abenteurer um die Anzahl der Pfeile weiter. Erreicht er ein verdecktes Plättchen, dreht er es um. Er und alle nach ihm, die das Plättchen erreichen, führen die Anweisung aus. Erreicht ein Abenteurer den Tempel, gibt es Münzen für Wertungspunkte. Gewertet werden die Hand-Karten je nach Standort der Abenteurer, z.b. 3 Punkte für eine Karte des Abenteurers im Tempel. Nach der Wertung am Ende des zweiten Plans gibt es eine Schlusswertung mit Münzen für die meisten und zweit meisten Edelsteine. Wer dann die höchste Summe besitzt, gewinnt.

Bei dem Brettspiel sind vor allem Strategie und Geschick gefragt, wenn es für die Spieler gilt, auf dem Weg in das geheimnisvolle Tal die meisten Schätze einzuheimsen. Die Spieler, die sich auf dem beidseitig bedruckten, leinenbezogenen Spielbrett auf die Suche nach dem verborgenen Tal begeben, haben keine „eigene“ Figur, die sie auf dem Spielplan repräsentiert. Jeder Teilnehmer zieht unter taktischen Gesichtspunkten mit einer der verschiedenfarbigen Spielfiguren. Dabei ist der Ort des Geschehens bei Tal der Abenteuer in eine geheimnisvolle Schlucht im Himalaja eingebettet, in dem kostbare Schätze auf mutige Schatzsucher warten.

Die Spieler erwartet eine spielerisch-spannende Schatzsuche im asiatischen Hochgebirge mit hohem taktischen Anspruch: Einfach die Spielbrettseite mit dem tibetanischen Tempel auf den Tisch gelegt, die 15 Plättchen mit verschiedenen Anweisungen auf die dafür vorgesehenen Felder verteilt, den Edelstein auf das Tempelfeld platziert – und schon kann das Tibet-Abenteuer für bis zu vier Spieler losgehen. Das Spielprinzip ist einfach und schnell erklärt, dennoch aber knifflig und taktisch anspruchsvoll. Die Spieler erhalten zu Spielbeginn eine Kartenhand, mit denen die verschiedenfarbigen Abenteurerfiguren auf dem Spielfeld bewegt werden können.

Landet einer der waghalsigen Bergführer bei seinem Zug auf einem Plättchen, dreht er dieses herum und findet antike Münzen, einen Edelstein oder erhält anderweitige Anweisungen. Dabei stecken die Spieler den ganzen Spielverlauf über in einer taktischen Zwickmühle: Denn auf der einen Seite versuchen die Gratwanderer, demjenigen Abenteurer am schnellsten zum Spielziel zu verhelfen, von dem sie am meisten Karten haben – auf der anderen Seite erhält der Spieler aber nur für diejenige Figur Punkte, von der er noch Karten auf der Hand hält. Sobald ein Figürchen im tibetanischen Tempel am Ende der Wegstrecke auf der ersten Seite des Spielbretts angekommen ist, hat es die geheime Inschrift mit dem Lageplan gefunden und erhält zur Belohnung den Edelstein. Jetzt ist Tag Eins der Abrechnung, an dem die Spieler ihre Punkte kassieren. Hierzu vergleichen sie ihre Handkarten mit den Positionen der Abenteurer auf dem Spielbrett und erhalten dementsprechend viele Münzen.

Jetzt geht es in den Endspurt: Die Schatzsucher drehen das Spielbrett herum und machen sich auf den beschwerlichen Weg durch die Berge des Himalaja. Auch hier sammeln die Spieler wieder möglichst viele Münzen. Der einzige Unterschied: Sobald einer der Abenteurer über ein Brückenplättchen geht, müssen die Verfolger einen Umweg durch das Gebirge nehmen, denn die Brücke ist ab sofort gesperrt.

Landet einer der Spieler auf dem letzten Feld vor dem sagenumwobenen Tal, kann er den Edelstein und die drei abgebildeten Münzen einheimsen. Jetzt zählen alle Hobby-Tempelritter ihre Edelsteine und Geldstücke. Wer am Ende der reichste Schatzjäger ist, hat das Spiel gewonnen.

Tal der Abenteuer hält eine spannende und aktionsreiche Suche durch das bekannte asiatische Gebirge bereit, bei der die spielenden Abenteurer manch brenzlige Situation meistern und taktisches Geschick beweisen müssen.