Verlag:

Ravensburger AG

Strasse: Robert-Bosch-Str. 1
Ort: 88214 Ravensburg

Tel:

0751/86-1717

Fax: 0751/86-1818
e-mail: info@ravensburger.de
Internet-Adresse: www.ravensburger.de
Firmengründung: 1883
Mitarbeiter: 900 (nur im Spieleverlag)
Spiele pro Jahr: 15 - 30

Tochtergesellschaften der Ravensburger Spieleverlag GmbH

- Ravensburger Cartonnages S.A., Chalon-sur-Saone/ Frankreich (Puzzleproduktion)

- Editions Attenschwiller / Frankreich (Vertrieb)

- Ravensburger BV, Amersfoort / Niederlande (Vertrieb)

- Ravensburger Ges.m.b.H., Wien (Vertrieb)

- Carlit + Ravensburger Spiele-Vertriebs-AG, Würenlos, Schweiz (Vertrieb)

- Ravensburger S.p.A., Mailand / Italien (Vertrieb)

- Ravensburger Ltd., Bicester, England (Vertrieb)

- F.X. Schmid Vereinigte Münchener Spielkartenfabriken GmbH Co.KG, Prien, Spielkartenfabrik Altenburg  GmbH, Altenburg, F.X. Schmid USA Inc., Salem /New Hampshire

- TOFA Policka s.r.o., Semily, Tschechien

- Toma Plus Ravensburger, Katowice, Polen

- Dino + Ravensburger, Liberec, Tschechien

- alea

- Berliner Spielkarten GmbH


Programm:

Kleinkinderspiele, Kinderspiele, Lernspiele, Lerncomputer, Mitbringspiele, Quiz&Co., Familienspiele, Kartenspiele, Erwachsenenspiele, Mentaltraining, Puzzles, Bastel- und Malpackungen. Insgesamt ca. 1300 lieferbare Titel, ca. 200 davon Ravensburger Spiele, 30 FX, 150 F.X.Schmidt-Spiele.


Anfänge der Verlagsgeschichte von Ravensburger 1883 bis 1925

Das blaue Dreieck von Ravensburger ist Markenzeichen und Sympathieträger für ein international bekanntes Medienunternehmen mit Ideen, die vielen Menschen Unterhaltung, Anregung, Spaß, Freude, Freizeitvergnügen und Wissen vermitteln. überall gilt das blaue Dreieck als Garantiebeweis für einen verläßlichen Qualitätsanspruch. Typisch für Ravensburger ist die seit Jahrzehnten gehaltene hohe inhaltliche und materielle Qualität der Produkte zu einem ausgewogenen Preis.

"Nur das Beste" wollte bereits Verlagsgründer Otto Robert Maier bieten. Seine Enkel und seine unternehmerischen Nachfahren halten diesen Grundsatz in Ehren. Auch die Struktur des Verlagsprogramms mit seinem Angebot an unterhaltsamen und wissensvermittelnden Produkten blieb in seinen Grundzügen bis heute erhalten.

Der Buchhändler Otto Robert Maier begann seine verlegerische Tätigkeit im Jahr 1883 in Ravensburg mit dem Abschluß seines ersten Autorenvertrags. Er begründete seine verlegerische Eigenständigkeit mit Vorlagemappen über Handwerks- und Baukunst und schuf mit solchen Fachveröffentlichungen eine wirtschaftliche Basis. Schon 1884 erschienen das erste Gesellschaftsspiel "Reise um die Erde" und die ersten Jugenderzählungen des Pfarrers Christoph von Schmid.

Bereits um die Jahrhundertwende wurden diese ursprünglichen Bereiche um Bilderbücher, Bücher und Hefte für Kinderbeschäftigungen, kunsttechnische Anleitungen, Sachbücher und frühe Ratgeber sowie um Kinderspiele, Quartette und Beschäftigungskästen erweitert.

In den Jahren vor dem Ersten Weltkrieg konnte der damalige Otto Maier Verlag ein stattliches Verlagsprogramm mit rund 800 verschiedenen Bücher- und Spieletiteln vorweisen. Alle Möglichkeiten für Werbung und Vertrieb wurden ausgeschöpft.

Schon im Jahr 1900 läßt sich der Verleger vom kaiserlichen Patentamt ein Warenzeichen schützen, das als "Ravensburger Spiele" eingetragen wird. Ab 1912 gab es von vielen Gesellschafts- und Beschäftigungsspielen Exportausgaben für das westeuropäische Ausland, die Länder der Donaumonarchie und Rußland.


Firmenentwicklung von 1925 bis heute

Vom süddeutschen Otto Maier Verlag zum internationalen Unternehmen Ravensburger AG

Früher: ein Verlag für Bücher und Spiele im deutschsprachigen Raum, kleiner Anteil Export, Familienunternehmen und Personengesellschaft (KG)

Heute: eine europäische Unternehmensgruppe, international tätig, als Kapitalgesellschaft (GmbH, dann AG), aber immer noch Familienunternehmen

Nach dem Tod von Otto Robert Maier im Jahr 1925, der noch die Anfänge einer eigenen Verlagsbuchbinderei und Kartonagenfertigung miterleben konnte, teilten sich die Söhne Otto, Karl und Eugen Maier die organisatorische und redaktionelle Leitung des Verlages. Von den 30er bis in die 50er Jahre war der Otto Maier Verlag vor allem ein Buchverlag, in dem Bücher für Kunst- und Werkerziehung, Spiel- und Beschäftigungsanleitungen für Mütter und Kindergärtnerinnen sowie Fachbücher für Bau- und Kunsthandwerk erschienen. Eine Fülle von Beschäftigungsmitteln, Gesellschaftsspielen, Quartetten und Geduldsspielen ergänzten das Verlagsprogramm und verdeutlichten das Engagment des Hauses in Richtung Kindergarten und Familie. All dies büßte auch während des Zweiten Weltkriegs nicht an Zugkraft ein; unbeschadet von Kriegseinwirkungen konnte der Verlag in den Jahren des Wiederaufbaus weiterarbeiten.

Die starke Expansion des Unternehmens (von 1964 mit etwa 10 Mio DM Umsatz und 280 Mitarbeitern bis 1996 mit einem konsolidierten Umsatz von 470 Mio DM und rund 1.800 Mitarbeitern) führte zu vielen räumlichen und organisatorischen Veränderungen und Erweiterungen. In mehreren Etappen wurden seit 1962 die Produktionsstätten im Industriegebiet der Stadt Ravensburg angesiedelt. 40.000 Quadratmeter Nutzfläche stehen heute allein in Ravensburg für Druckerei, Spielefertigung, Hochregallager und Auslieferung zur Verfügung. 1992 wurde ein neues Verlagsgebäude bezogen; in den alten Gebäuden, dem Stammhaus in der Altstadt, verblieben der Buchverlag, die Archive und ein Verlagsmuseum. 1996 eröffnete Ravensburger im französischen Chalon-sur-Saône ein weiteres Werk und verlagerte die gesamte Puzzlefertigung in die jetzt größte europäische Puzzleproduktion Ravensburger Cartonnages S. A. Ebenfalls 1996 übernahm der Ravensburger Spieleverlag das bayerische Familienunternehmen F. X. Schmid Vereinigte Münchner Spielkartenfabriken GmbH & Co. KG, zu der auch die thüringische Spielkartenfabrik Altenburg GmbH zählt. Die Fertigung der unterschiedlichen Produkte wird sich sukzessive auf bestimmte Standorte konzentrieren: Spiele der Marken Ravensburger und F. X. Schmid werden in Ravensburg produziert; Ravensburger Puzzles entstehen in Chalon; alle Spielkarten und Kartenspiele in Altenburg; und die Puzzles der Marke F. X. Schmid im englischen Bicester.

Seit Beginn der 80er Jahre entwickelt sich Ravensburger in kleinen, aber erfolgreichen Schritten stetig zum Medienunternehmen mit neuen Aktivitäten. Der als Ravensburger Buchverlag Otto Maier GmbH firmierende Buchverlag ist deutscher Marktführer im Kinder- und Jugendbuchsektor und verfügt über 1.700 lieferbare Titel. Die Ravensburger Spieleverlag GmbH mit 800 lieferbaren Produkten ist deutscher Marktführer für Spiele und europaweit die Nummer eins mit Puzzles. Die 1985 gegründete Tochterfirma Ravensburger Film + TV GmbH erarbeitete sich eine Stellung als einer der wichtigsten europäischen Produzenten für Kinderprogramme. Sie beliefert deutsche und ausländische, öffentlich-rechtliche und private Fernsehsender mit eigenen und koproduzierten Zeichentrickserien, Spielfilmen und Unterhaltungsshows. Am deutschen Kinderkanal Nickelodeon ist Ravensburger mit zehn Prozent beteiligt. Anfang 1996 nahm die Tochterfirma Ravensburger Interactive Media GmbH ihre Arbeit auf, die mit unterhaltsamen und wissensvermittelnden CD-ROMs für Kinder und Jugendliche und Online-Angeboten den Multimediamarkt bedient.

Neue Geschäftsfelder wurden auch im Dienstleistungsbereich erschlossen: Zum traditionellen Angebot an Sonderfertigungen von Spielen und Puzzles für Industrie und Handel kam ein Animations-Service, der Groß- und Gruppenspiele vermittelt und maßgeschneiderte Veranstaltungskonzepte realisiert. Zusammengefaßt wurden diese Aktivitäten 1993 in der Tochterfirma Ravensburger Freizeit- und Promotion-Service GmbH, die ab 1998 auch die Verantwortung für den neuartigen Freizeitpark Ravensburger Spieleland für Familien mit 2- bis 12jährigen Kindern übernahm.

Gesellschaftsrechtlich veränderte sich Ravensburger ebenfalls. 1988 wurde das Unternehmen in eine Aktiengesellschaft umgewandelt, 1993 entstand die Holding Ravensburger AG mit Tochtergesellschaften, und der seit Beginn des Jahrhunderts eingeführte Markenname Ravensburger avancierte zum Firmennamen. Sämtliche Aktien sind im Besitz von Mitgliedern der Gründerfamilie Maier. Enkel Otto Julius Maier, der seit Anfang der 60er Jahre in der Unternehmensleitung tätig war, ist seit 1995 Vorsitzender des Aufsichtsrates von Ravensburger; Enkelin Dorothee Hess-Maier leitet die Geschäfte heute zusammen mit den familienfremden Vorstandsmitgliedern Dr. Detlev Lux und Erhard Pohle.

Die aktuelle Situation von Ravensburger ist einerseits vom allgemein rückläufigen deutschen Spielwarenmarkt, vom internationalen und nationalen Konzentrationsprozeß und dem verschärften Wettbewerb in diesem Markt geprägt, andererseits von der weiter zunehmenden Markenbekanntheit bei den Endverbrauchern bestimmt (1996 lag diese gestützt bei 85 % in Deutschland). Werte und Traditionen des Familienunternehmens, schriftlich formulierte Unternehmensgrundsätze und gemeinsam erarbeitete "Spielregeln der Führung und Zusammenarbeit" sind akzeptierte und beachtete Eckpfeiler für die Produktentwicklung und die Handlungsweise aller Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an allen Standorten der Gruppe.


Klassiker aus dem Hause Ravensburger

"Fang den Hut", "Memory" und "Malefiz" stehen noch immer auf der Topliste der international erfolgreichsten Spieletitel.

Im Jahrzehnt zwischen 1953 und 1963 verschoben sich die verlegerischen Akzente. Im Zuge einer systematischen Vertriebsarbeit und sich entwickelnder Märkte rückten Spiele als Markenartikel in den Vordergrund. 1959 erschien das Spiel "Memory®", das sich in vielen Versionen bis heute weltweit mehr als 50 Millionen mal verkauft hat; 1960 kam "Malefiz" heraus, ebenfalls ein internationaler Klassiker des Programms (1,2 Millionen Exemplare). Auch ganz neue Programmgruppen etablierten sich in dieser Zeit: 1960 erschienen die ersten Hobbies - Bastel- und Werkmaterial für Kinder in selbstbedienungsgerechter Verpackung -, 1963 die Ravensburger Taschenbücher, die bis heute bedeutendste Taschenbuchreihe für Kinder in Europa. Seit 1964 gibt es Ravensburger Puzzles, die vermutlich am meisten zur Verbreitung der Marke Ravensburger beigetragen haben und mit denen Ravensburger heute europäischer Marktführer ist. Jährlich werden 10 Mio Puzzles produziert.

Schon seit Beginn der 60er Jahre überflügelte der Spielebereich den Buchsektor umsatzmäßig; 1977 wurden sie organisatorisch in Spieleverlag und Buchverlag aufgeteilt und arbeiten seitdem mit getrenntem Außendienst. Die sprachunabhängigen Puzzles bildeten die Grundlage für die verstärkt einsetzende Vertriebsarbeit im europäischen Ausland. Seit 1964 entstanden Tochtergesellschaften in den Niederlanden, der Schweiz, in Frankreich, Italien, Österreich und Großbritannien. Ravensburger Produkte werden heute in mehr als fünfzig Länder exportiert. Die Märkte Skandinavien, Griechenland, USA, Kanada, Japan und Australien werden über Exklusiv-Vertretungen beliefert. Auch in Osteuropa engagiert sich der Ravensburger Spieleverlag seit kurzem mit Joint-ventures in Tschechien und Polen. Die TOP-Liste der international erfolgreichsten Spieletitel enthält neben "Memory®" und "Malefiz" auch Spielehits wie "Das ver-rückte Labyrinth" (6 Millionen verkaufte Exemplare), "Sagaland" (4 Mio), "Scotland Yard" (3,5 Mio), "Tempo, kleine Schnecke" (1,2 Mio), "Nilpferd in der Achterbahn" (über 1 Mio), "Labyrinth der Meister" (1 Mio); nicht zu vergessen die Longseller "Reversi" (seit 1893 im Programm) und "Fang den Hut" (seit 1927).


Spiele des Verlages:

Spiele A - F         Spiele G - P       Spiele Q - Z

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